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9 häufige Fehler bei veganer Ernährung

9 häufige Fehler bei veganer Ernährung

Vegan funktioniert nicht – Woran kann es liegen?

Wir wollen jetzt mal auch mal unseren Senf dazu geben, warum wir glauben, dass für manche die Ernährungsumstellung auf vegan nicht dauerhaft funktioniert bzw. welche typischen Fehler dabei gemacht werden.

Die Betonung liegt auf „für manche“! Jeder tickt anders, schon klar. Übrigens ein wichtiger Aspekt, der an dieser Stelle erwähnt werden muss: jeder hat andere Schwierigkeiten die es auf dem Weg vegan zu werden zu bewältigen gilt.

Dabei sind unsere Ratschläge nicht für Leute gedacht, die gar nicht erst Bock auf Veganismus haben oder nur der Freundin zuliebe vier Wochen Veganuary mitgemacht haben.

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Da wir jetzt nicht alles mit Feenstaub bepudern wollen, wissen wir, dass es auch jede Menge Menschen gibt, die zwischendrin von Bord gegenagen sind oder nach vier Wochen keine Lust mehr auf diese Ernährungsweise haben.

Woran mag das wohl liegen? Welche Fehler sind da eventuell passiert, die es so schwer gemacht haben, vier Wochen konsequent vegan an Bord zu bleiben? Und hätte man es nicht schlauer anstellen können, um pflanzliche Ernährung nachhaltiger im Leben zu integrieren und das Thema nicht wie einen One Night Stand mal eben einzubauen und dann weiterzuziehen?

In einem extra Beitrag zeigen dir, wie du ganz einfach auf eine vegane Ernährung umsteigen kannst . Zunächst aber gilt es, die 9 häufigsten Fehler der veganen Ernährung zu benennen, um diese in Zukunft zu vermeiden.

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Fehler Nr 1: Einfach mal loslegen – ohne Plan

Für die ersten ein, zwei Wochen ist es sicherlich in Ordnung und damit fährst du ganz gut. Groove dich erstmal ein.
Nur auf Dauer kann es ohne Plan zum einen chaotisch werden und zum anderen auch ziemlich anstrengend. Chaos und Anstrengung beweisen sich in seltenen Fällen als Erfolgsfaktoren.

Willst du dich zukünftig wirklich vegan ernähren, dann solltest du dir einen ausführlichen Plan anlegen. Es erleichtert nicht nur die Ernährungsumstellung , sondern schont auch deinen Geldbeutel. Außerdem ist das Risiko wieder zu den alten Gewohnheiten zurückkehren bedeutend geringer. Wer merkt, dass die Lust kommt, das Handtuch zu schmeißen, der ist eventuell für den Einstieg besser mit dem Prinzip Flexiganer*in aufgehoben.

Fehler Nr 2: Zu geringe Kalorienaufnahme

Was man in den wenigsten Fällen auf dem Schirm hat: Während der Umstellung zur veganen Ernährung, kann es dazu kommen, dass du dich müde und schlapp fühlst. Eine Ursache für Müdigkeit kann ein ständiger Kalorien- und Nährstoffdefizit sein .

Wer nämlich den Fehler macht einfach nur Lebensmittel zu streichen , ohne auf der anderen Seite neue Lebensmittel zu ergänzen, wird zwangsweise zu zu wenig Kalorien und zu wenig Nährstoffe zu sich nehmen. Die Folge ist, dass es dem Körper an Energie fehlt und du dich ständig müde fühlst.

Bei anhaltender Müdigkeit würden wir auch das Handtuch werfen und das Ganze als “vegane Nebenwirkung” deklarieren. Daher achte darauf, dass du genügend Kalorien zu dir nimmst! Kalorien sind gut!

Fehler Nr. 3: Eine zu einseitige Ernährung

Abgesehen von der fehlenden Gaumenfreude und der dazugehörigen, sich zwangsweise einschleichenden kulinarischen Langeweile, tut eine zu einseitige Ernährung dem Körper nicht gut.

Zu wenig Nährstoffe gepaart mit Mangelerscheinungen, fehlender Energie und Konzentration, schlechter Haut und Verdauungsproblemen, mieser Laune mit Stimmungsschwankungen, …das muss echt nicht sein!

Denn die vegane Küche ist unglaublich vielfältig und im digitalen Zeitalter von Instagram, Pinterest, Blogs usw. ist es mit wenig Anstrengung verbunden, mal über den Tellerrand zu schauen, was es noch so alles geben könnte.

Wie du es schaffst dich ausgewogen vegan zu ernähren bzw. allgemein deine Ernährung auf vegan umzustellen, zeigen wir dir in unserem umfassenden Ratgeber zu “ Wie werde ich vegan? “.

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Fehler Nr. 4: Vegane Ernährung als Verzicht sehen

Wenn wir unseren eigenen veganen Werdegang betrachten, sind wir echt erstaunt, wie viel Neues wir über die letzten 15 Jahre, kulinarisch gesehen und entdeckt habe. Die Intention war natürlich in erster Linie, auf tierische Produkte zu verzichten, aber der Fokus war ganz und gar nicht auf den Verzicht, sondern mit großen Augen auf die Entdeckungsreise gerichtet!

Fleisch und co. kannten wir ja bereits, wir haben uns daher auf die zahlreichen neuen Geschmackserlebnisse gefreut. Die Leidenschaft und Neugier für Essen und Lebensmittel ließ mir da gar keine andere Wahl als alles mit der aufgeschlossenen Brille zu betrachten

Merke: Bei der veganen Ernährung geht es nicht darum um auf etwas zu verzichten, es geht darum etwas Neues zu entdecken und gleichzeitig etwas Gutes für Mensch, Umwelt und Tier zu tun. Sei dir dem bewusst!

Fehler Nr. 5: Tierische Lebensmittel streichen, aber keine Alternative finden

Wie oben angesprochen ist es keineswegs ausreichend, einfach die tierischen Produkte, die du zuvor gegessen hast, aus dem Kühlschrank und vom Teller zu verbannen.

Informiere dich über gesunde vegane Alternativen dazu. Ohne deinen Lebensmittel-Horizont zu erweitern, wird es nicht nur im Gaumen langweilig, sondern tut deiner Gesundheit nicht gut und du steuerst auf Mangelerscheinungen zu.

Was zu einer ausbalancierten pflanzenbasierten Ernährung dazugehört findest du bei unserer Kolumne „ die vegane Ernährungspyramide“.

Fehler Nr. 6: Keine B12 Supplements

Wer sich entscheidet, sich vegan zu ernähren, MUSS Vitamin B12 supplementieren! Das ist essentiell für ein gesundes Nervensystem. Punkt.

Und wer sich ständig mit Sätzen wie „veganer müssen Tabletten nehmen, damit sie gesund bleiben“ konfrontiert sieht oder selbst damit zu kämpfen hat, dem sei gesagt: In der modernen Fleischindustrie wird den Tieren auch B12 zugesetzt! Da sie nicht mehr in einer für sie natürlichen Umgeben gezüchtet und gehalten werden, fehlt nämlich auch den Tieren das B12.

Fehler Nr. 7: Dem Heißhunger auf Fleisch nachgeben

Nochmal wollen wir diesen Disclaimer reinbringen: wir wollen Menschen helfen, die sich gerne auf Dauer vegan ernähren möchten. Wer auf der veganen Reise ist und großen Appetit auf Fleisch oder anderes Tierisches bekommt, dem empfehlen wir erstmal, das ganze zu reflektieren, bevor es in Schallgeschwindigkeit zum nächsten Drive In geht.

Für Heißhunger auf Fleisch kann es mehrere Gründe geben. Das kannst du gerne in unserer Kolumne lesen. Und hier möchten wir auch nochmal kurz gesagt haben: Das ist ganz und gar nicht schlimm. Das ist durchaus normal. Umstellungen sind nicht immer, oder sogar meistens eben, nicht easy peasy.

Fehler Nr. 8: Perfektionismus

Für manche ist es zwar genau der richtige Weg, von heute auf morgen zu 100% auf Tierisches zu verzichten. So nachdem Motto „entweder oder“. Schwarz oder weiß. Und damit fahren die richtig gut. Well, good for you!

Aber für viele wäre das eher der sichere Weg hin zu dem Moment, an dem man keinen Bock mehr hat. Wer sich dabei ertappt, ein schlechtes Gewissen bei einer „Ausnahme“ zu haben, dem möchten wir bitten, es sein zu lassen. Du bist in einer Umstellungsphase, akzeptiere das und toleriere es, wenn du deine Schwächen hast. Das letzte was du brauchst ist, dass du dich selbst unter Druck setzt.

Fehler Nr. 9: Andere Menschen belehren wollen

Am Anfang ist man natürlich super motiviert und denkt eventuell man, hat den heiligen Gral in Sachen Ernährung entdeckt. Wer die Umstellung sehr positiv erlebt und sich auch selbst mit Freude beobachtet, wie sich langsam eine bessere Verdauung oder mehr Fitness ins Leben gesellen, der will natürlich die frohe Botschaft sofort weitergeben. Das sollst du auch tun.

Veganismus braucht gute und positive Ambassadors . Was dem ganzen nicht dienlich ist, ist es, wenn man mit dem neu gefunden veganen Zeigefinger auf andere zeigt. Berichte mit Freude über die positiven Ergebnisse, über die schmackhaften neuen Gerichte, aber bitte, bitte mache das Essen bzw. die Ernährungsweise von andern nicht madig.

Abgesehen davon, dass man das einfach nicht macht, es ist absolut unhöflich, es dient der Sache gar nicht gut. Mit einer „ich bin besser, du bist schlechter-„Attitüde überzeugt man niemanden.
Das stößt ganz bestimmt auf Ablehnung und könnte sogar die fatale Folge haben, dass soziale Kontakte darunter leiden. Keine Ernährungsform dieser Welt ist so wichtig wie Freunde und Familie!

Fazit

2022 soll alles besser werden. Viele sind in den letzten zwei Jahren eine überaus freundschaftliche Symbiose mit der Couch, Netflix und Snacks eingegangen. Dabei lag der Fokus weit weg von veganer Ernährung – für die meisten von uns war es schon schwer genug, nicht den Mut zu verlieren oder gar den Verstand.

Mittlerweile stellen wir aber in unserem Umfeld, wie auch in den sozialen Medien, fest, dass sich langsam aber sicher eine „Jetzt reichts-Attitüde“ breit macht. Sicherlich teilweise im politischen Kontext, jedoch ist das so gar nicht unser Thema hier.

Aber auch in Sachen Gesundheit und veganer Ernährung tut sich wieder viel. Man will endlich wieder runter von der Couch, die Chipstüte fürs Wochenende aufheben und die Glotze ausmachen und stattdessen raus ins Leben.

Einen besonders großen Ernährungsimpuls gibt uns dabei die Aktion „VEGANUARY“, die jedes Jahr im Januar stattfindet. Seit 2017 schon gibt es den „VEGANUARY“ und alljährlich zieht er eine immer noch größere Schar an Mitmachenden mit sich. Nicht vegan lebende Menschen schnuppern dabei einen Monat lang in die vegane Ernährungsweise und verzichten den kompletten Januar auf tierische Produkte.

Dieses Jahr erreichte die Aktion der Organisation VEGANUARY mit 500 000 Anmeldungen einen neuen Höchstwert. Wahnsinn! Der perfekte Start, sich einer veganen Ernährung anzunähern. Wie hoch die Quote derjenigen ist, die sich auch danach noch vegan ernähren, wissen wir nicht. Aber schon alleine die Anmeldezahl von 500 000 deutet auf ein sehr großes Interesse hin.

Für manche ist die Hau-Ruck-Methode und für manche eher die Babysteps-Methode der richtige, funktionierende Weg zu einer nachhaltigen, veganen Ernährung. Und für jede Herangehensweise gibt es seine ganz eigenen Tipps und Tricks. Ob Hau-Ruck oder Babysteps, es gibt kein besser oder schlechter. Es ist die Bereitschaft und Intention, etwas ändern zu wollen, die zählt und auf die du stolz sein darfst! So High Fives for you!