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Heather Donaldson
Heather Donaldson
Kocht seit der dritten Klasse, seit ca. 12 Jahren vegan, seit 10 Jahren beruflich. Verliebt in Buchstaben, Dokumentationen und verbringt die meiste Zeit mit ihren Küchengeräten - die alle einen Namen haben.

Inhaltsverzeichnis

Vegane Vorratshaltung – Der umfassende Ratgeber für Veganer

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Mal ehrlich – Vorbereitung ist zwar immer das, was wir alle anstreben. Aber die wenigsten von uns kriegen eine routinierte Essensplanung wirklich hin.

Mit ein paar Tricks muss das auch gar nicht unbedingt sein:
Denn dank einem clever bestückten Vorratsschrank und ein paar “must haves“ im Kühlschrank ist man oftmals genauso gut aufgestellt wie mit einem detaillerten Menüplan für die ganze Woche.

Mit gut ausgesuchten veganen Lebensmittel auf Vorrat steht dir nichts im Wege, deinen kulinarischen Alltag spontan und kreativ zu gestalten. Soll jetzt aber natürlich nicht heißen, dass du dich für das ganze Jahr mit Lebensmittel auf Vorrat eindecken sollst. Wir müssen alle keine professionellen Prepping Spezialisten sein und brauchen uns auch auf keine Zombie-Apokalypse vorbereiten.

Warum du eigene Vorräte anlegen solltest

Wer so gar keinen Wert auf Vorratshaltung legt, wird öfters mit grummelndem Bauch vor dem Kühlschrank oder der Speisekammer stehen und mal wieder enttäuscht sein, dass nichts schon wieder nichts im Haus ist.

Dabei ist es ein unglaublich beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, dass man für Hunger-Notfälle aller Art zumindest noch ein paar von den Lieblings-Nudeln auf Lager hat.

Für spontane Menschen mit noch spontaneren Freund:innen, die immer mal wieder unangemeldet vorbeikommen, ist eine gut sortierte Vorratskammer die absolute Steilvorgabe.

Gut für den Geldbeutel kann die Vorratshaltung dabei obendrein sein – auch für dich als Veganer :). Also wenn die besagten Lieblings-Nudeln, oder einfach grundsätzlich langhaltbare Lebensmittel, im Angebot sind, nimm dir ruhig ein bis zwei Packungen mehr mit.

Wer auf bestimmte Markenartikel Wert legt, kann seinen Geldbeutel auf jeden Fall schonen, wenn er Rabattaktionen im Supermarkt mitnimmt.

kammergold, vegane fertiggerichte

Das Einkochen, wie Oma (oder Kammergold) es praktiziert, ist ganz klar Next Level in Sachen Vorratshaltung. Wer sich gerne in der Küche aufhält, für den ist das „Weck-Prinzip“ aber absolut genial, um das ganze Jahr saisonal begrenzte Lebensmittel (wie z.B: Kirschen) genießen zu können.

Am besten besorgst du dir die Weckgläser auf dem Flohmarkt oder im Second Hand Laden, dann tust du noch etwas für Portemonnaie und Nachhaltigkeit! Nur die Dichtungsgummis solltest du dir neu kaufen.

Unsere Lieblings- Technik, Lebensmittel für den Vorrat haltbar zu machen, ist das Fermentieren. Für uns die Königsklasse und absolut faszinierend. Beschäftigt euch damit mal und probiert das aus, es lohnt sich!

Wem das Einkochen und Fermentieren way too much ist, für den bietet das Einfrieren eine sehr gute Alternative, um Lebensmittel auf Vorrat zu halten. Neben deiner Tiefkühlpizza solltest du auf im Gefrierfach alle Fälle noch Platz für Beeren, Kräuter und zu viel gekochte Saucen oder Suppen haben.

Ein absoluter TK Favorit von uns sind übrigens Bananen, die doch nicht den Weg in deine Lunchbox geschafft haben. Einfach schälen und ab in die Tiefkühltruhe und wenn du dann mal Bock auf Nicecream oder einen Milkshake hast, wirst du dich hoffentlich an die gerettete Banane im Tiefkühlfach erinnern.

Neben dem Aspekt, dass du mit einer Vorratshaltung deine Urlaubskasse bestenfalls etwas auffüllen kannst, spart sie dir auch enorm viel Zeit.

Der tägliche Abstecher nach der Arbeit in den Supermarkt kann auch mal wegfallen, denn du bist für den Fall, dass du dafür abends zu müde bist, gerüstet. Das heißt für dich: mehr Feierabend-Genuss, da keine Zeit in der Obst- und Gemüseabteilung draufgeht.

Veganer Vorratsschrank – Was muss alles rein

Vielleicht stellst du jetzt die Frage „Was braucht man denn im Vorratschrank?“
An der Stelle kommen wir zu den veganen Lebesmittlen im Vorratsschrank, die die du als Veganer immer zuhause haben sollte und die wir selbst nicht vermissen möchten.

Die Basics der veganen Vorratshaltung

Neben dem Allstar und wahrscheinlich beliebtesten Vorratsartikel, Pasta in den verschiedensten Formen, gehören für uns Allrounder wie Reis und Hülsenfrüchte unbedingt in unser Regal. Sie sind absolut vielfältig und lassen sich in die unterschiedlichsten Länderküchen integrieren.

In unserem Kühlschrank wirst du auch immer eine Packung Tofu finden. Ein wahres Chamäleon unter den Lebensmitteln und sehr schnell zubereitet. Man kann ihn außerdem mir nichts, dir nichts einfrieren.

Er verändert sich etwas in der Struktur, aber nicht zum Schlechten. Auch hier kann man dann die eine oder andere Packung mehr kaufen, wenn deine bevorzugte Sorte grade im Angebot ist.

Hülsenfrüchte

Kichererbsen & Co sind die absoluten Go-To-Proteinquellen für Veganer und deshalb ein absolutes Must-have im veganen Vorratsschrank. Hülsenfrüchte sollten mehrmals die Woche, wenn nicht täglich, auf deinem Teller landen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Hülsenfrüchte zuzubereiten ohne dass wir das Gefühl bekommen, ständig das gleiche zu essen. Aufstriche, Suppen, Bolognese und noch so vieles mehr lassen sich wunderbar mit Hülsenfrüchten schmackhaft zubereiten. Vielfältig und günstig, also wenn das kein Verkaufsschlager ist!?!

kammergold, vegane fertiggerichte kaufen

Trockenfrüchte

Trockenfrüchte bieten nicht nur eine gesunde Alternative zum Doppel-Schoko-Keks, sie punkten auch mit ihrer Haltbarkeit. Wobei bei uns saftige Datteln auch nicht lange in der Kammer überleben.

Wer auf Industriezucker gerne verzichtet möchte, der ist mit Trockenfrüchten gut aufgestellt. Selbstgemachte Fruchtpasten aus Trockenfrüchten eignen sich hervorragend als vollwertiges Süßungsmittel.

Eine kleine Auswahl, um deine eigene Müslikreationen herzustellen macht nicht nur mehr Freude und bringt mehr Abwechslung, sondern ist weitaus billiger, als fancy vorgepackte Müsli-Mischungen zu kaufen.

Mehl

Ein kleines Sortiment an Mehlerzeugnissen ist darüber hinaus nie verkehrt. Ein einfacher Rührkuchen am Nachmittag oder Pizzateig für den Abend ist schnell zubereitet, ganz besonders, wenn die besagten spontanen Freund*innen von vorhin wieder auf der Matte stehen.

Bewahre deine Mehle und Backzutaten wie Backpulver, Natron und Trockenhefe unbedingt luftdicht verschlossen in Gläsern oder sonstigen Behältern auf.

Wer einmal Lebensmittelmotten hatte, weiß, wie unangenehm diese Mitbewohner sein können. Noch schön beschriftet, schaut es dann auch noch stylish aus. Hallo Insta!

Obst & Gemüse

Sicherlich lässt sich frisches Obst und Gemüse nicht so lange im Vorratsschrank aufbewahren wie eine Packung Nudeln. Aber die richtige Lagerung verlängert die Lebenszeit um einiges! Kühl und trocken ist hier die Devise.

Besonders Zwiebel, Knoblauch, Karotten lassen sich über einen längeren Zeitraum problemlos aufbewahren. Obst wie Äpfel und Zitronen genauso.

Expertentipp: Trockenpilze! Sie sind für uns auf jeden Fall ein Must Have in der Vorratskammer und wahre Geschmacks- und Umamibomben. Schnelle Saucen oder Fonds sind ein Leichtes, wenn du Trockenpilze an deiner Seite, bzw. im Kochtopf hast. Besonders Shiitake und Steinpilze haben es uns geschmacklich angetan und sind auch in guter Bio-Qualität in den meisten Bioläden erhältlich.

Sicherlich nicht das günstigste in deinem veganen Vorratsschrank, aber man braucht auch nicht sehr viel, um den Geschmack in der Sauce etwas aufzupimpen und ihr damit geschmackliche Tiefe zu geben.

Gewürze und Kräuter

Auch wenn es schön ausschaut: Gewürze in einem Regal in der Küche zu präsentieren ist für ein langanhaltendes Aroma der Tod. Bewahre deine Gewürze lieber in der Schublade auf.
Wer aber auf die Gewürzshow in der Küche nicht verzichten möchte, sollte seine Herbs unbedingt in lichtundurchlässigen Behältern aufbewahren. Viele Gewürze werden ja auch schon in solchen schicken Dosen verkauft.

Neben Paprika, Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin usw empfiehlt es sich, zwei bis drei tolle Gewürzmischungen zu haben. Mit einem guten BBQ Gewürz oder Ras al Hanout können schnell und einfach wahre Geschmackswunder auf den Teller gezaubert werden.

Expertentipp: An einem Fläschchen Sojasauce oder Tamari führt kein Weg vorbei. Sojasauce ist ein ganz wunderbares Gewürzmittel und verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas.

Nicht nur bei asiatischen Gerichte. Solltest du feststellen, dass deine vegane Bolognese oder vegane Bratensauce noch einen kleinen Kick braucht, dann gibt etwas Sojasauce den letzten nötigen Schliff.

Frische Kräuter in Zeitungspapier oder Küchentücher sorgfältig eingerollt halten einige Tage länger als lose in der Kühlschrankschublade liegend. Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch lassen sich auch sehr gut, klein geschnitten, im Gefrierfach aufbewahren.

So hat man die Standard-Kräuter immer zur Hand. Also ruhig das großen Bündel vom Markt in den Jutebeutel packen.

Krause Petersilie for life!

Fertiggerichte

Für uns gehört zweifelsohne auch das eine oder andere Fertiggericht als Notnagel zur kulinarischen Ausstattung – wenn ´s schnell gehen muss. Ab und an ein Fertigprodukt ist keine Schande. Aber es gibt riesige Unterschiede.

Wir achten bei den sogenannten Convenience Produkten unbedingt auf gute Qualität. Egal ob Fertiggericht oder nicht, eine Menge Glutamat und seltsame, noch dazu unaussprechliche Inhaltsstoffe finden wir einfach nicht so cool.

Selbstverständlich haben auch wir bei unseren Produkten von Kammergold komplett auf Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe komplett verzichtet. Braucht kein Mensch, zumindest keiner mit Geschmack!

Vorräte anlegen – 6 wichtige Tipps

Zum Schluss möchten wir euch ein paar Tipps zu deiner veganen Vorratshaltung mitgeben, die das Vorräte Anlegen vielleicht vereinfachen.

1. Liste über Vorräte erstellen

Halte einen Überblick über deine wichtigsten Basics wie Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte.

2. Verfallsdatum notieren

3. Neue Lebensmittel immer hinter die älteren Packungen

So verhinderst du auch, dass du fünf offene Packungen Linsen auf einmal in der Kammer stehen hast.

4. Gemüse weiterverarbeiten

Das Einkochen und Einfrieren sind tolle Möglichkeiten, größere Mengen an Obst und Gemüse zu verarbeiten, um sie für längere Zeit zu lagern.

Vor allem das Fermentieren von Gemüse und auch Obst ist ein unglaublich spannendes Thema für alle Food-Nerds da draußen!
Wir lieben fermentierte Lebensmittel.

5. In größeren Mengen kaufen

Halte unbedingt nach Sonderangeboten und Aktionen Ausschau. Es ist manchmal erstaunlich, welche Rabatte bei solchen Aktionen eingeräumt werden.

Wer einen Gefreierschrank besitzt, sollte z.B. seine Lieblings-Beeren unbedingt während der Saison in größeren Mengen kaufen und verarbeiten. Das Prinzip „alles zu seiner Zeit“ wird kaum deutlicher und einleuchtender als bei einer Erdbeere im Dezember.

6.Vorräte luftdicht lagern

Wer keine zusätzlichen Mitbewohner in Form von Lebensmittelmotten haben möchte sollte seine Vorräte unbedingt luftdicht aufbewahren.
Gesammelte Gläser sind hierfür perfekt und vor allem günstig bzw. noch besser: sie sind umsonst!

FAQ

Für wie viele Tage soll ich meine Vorräte anlegen?

Das hängt davon ab, wie viel Platz du in der Speisekammer, bzw. deinen Vorratsschränken hast. Nicht jeder hat den Luxus einer Walk-In-Kammer. Wer mit einer solchen Vorratskammer gesegnet ist, kann natürlich anders planen. Aber auch hier plädieren wir für ein gesundes Maß. Lebensmittelbasics für 3-5 Wochen im Haushalt zu haben erscheint uns als ausreichend.

Lohnt es sich überhaupt Vorräte anzulegen?
Absolut! Wir glauben kaum, dass jemand was dagegen hat, etwas Geld zu sparen und mehr Freizeit nach der Arbeit genießen zu können.

Wie lange sind die Produkte von Kammergold haltbar?
Ungekühlt sind unsere Produkte ab Produktion 12 Monate haltbar und eigenen sich hervorragend die Speisekammer mit guter Qualität zu bestücken.

Heather Donaldson
Heather Donaldson
Kocht seit der dritten Klasse, seit ca. 12 Jahren vegan, seit 10 Jahren beruflich. Verliebt in Buchstaben, Dokumentationen und verbringt die meiste Zeit mit ihren Küchengeräten - die alle einen Namen haben.

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